Wie war das nochmal mit der Zukunft?!

Familienfoto am Mirror Lake, UT

Soeben bin ich von meiner ersten Station meines Jahresurlaubes aus Utah wiedergekommen und sitze nun wieder im Vorort vor Chicago im Wohnzimmer mit meinen Laptop. Aber erstmal von vorne:

Mein Praktikum hier in den USA ist offiziell seit vorletzten Freitag vorbei. Mein Konstruktionsprojekt abgeschlossen, Berichte und Zeichnungen nach Deutschland geschickt und allen Arbeitskollegen hier am Standort Goodbye gesagt.

5 Monate, die so verdammt schnell vergangen sind.
Hatte ich es anders erwartet? Wohl eher nicht.
Aber so schnell hätte ich mir das ganze doch auch wieder nicht vorgestellt…

Am 30. Juni 2012 (vor mehr als 4 Jahren!) schrieb ich meinen letzten Post in meinen damaligen Amerika-Blog:

Vielleicht war es die Schule, vielleicht das Wetter, vielleicht aber auch ganz einfach der Aspekt des unbeschwerten Lebens– des sich keine Gedanken machen, einfach Leben und Spaß haben. Und genau das ist auch der Inhalt solch einer Erfahrung: Spaß haben, Sprache verbessern, Erfahrungen sammeln, Kontakte knüpfen und nochmals: Spaß haben.

So nun kann man Schule mit Arbeit ersetzen und der Satz stimmt wieder und spiegelt jetzt genau im Moment meine Gedanken wieder…

So ging es im damaligen Post weiter:

Klar, alles ist auch nur für einen bestimmten Zweck: Die Zukunft. Und jetzt bin ich schon wieder im nächsten Schritt der Zukunft, über die ich mir dort keine Gedanken machte, aber wusste das es kommen wird: Das Wiedereinkehren in die Heimat. Nun sind schon mehr als 10 Tage vergangen des Wiedereinkehrens und ich kann sagen: Ich fühle mich hier wohl; so als ob ich nie weg war.

Mittlerweile habe ich glaube mehr als 13 weitere Zukunftsschritte absolviert und es sind 4 Jahre vergangen. Und ja, auch diesmal war dieses Abenteuer für die weitere Zukunft. Verwirrend? Für mich irgendwie nicht. Und jetzt wird es mit Sicherheit noch verwirrender:
Den letzten Satz des Zitates habe ich nun gestern wiederholen können. Jedoch nicht in Berlin, sondern in Utah bei meiner ehemaligen Gastfamilie.

Dort war ich seit letzten Samstag bis heute und es war eine Überraschung für die gesamte Familie, denn nur mein Gastvater war eingeweiht- jemand musste mich ja vom Flughafen abholen.

Diese Woche war einfach wundervoll: Zu sehen, wie die kleinen Kinder immer größer werden und das Leben dort auch nicht stehen geblieben ist, war irgendwie faszinierend für mich- obwohl es natürlich auf der Hand liegt das nichts stehen bleibt, nur weil ich wieder zurück nach Deutschland gehe. (Dasselbe wie nichts in Berlin stehen geblieben ist, als ich nach Friedrichshafen gezogen bin.)

Jedoch war es am Ende trotzdem wie beim Alten, halt als ob ich nie weg war.

Irgendwie ist das ein sehr komisches, neues und dennoch ein sehr schönes Gefühl- Ein Ort, an dem man nur 11 Monate gelebt hat sozusagen als zweite Heimat neben Berlin bezeichnen zu können, macht mich schon irgendwie sehr stolz.

Familienfoto am Mirror Lake, UT
Familienfoto am Mirror Lake, UT

Und jetzt keine Panik: Nein, ich wandere jetzt nicht in die USA aus und, ja ich werde wieder nach Deutschland zurückkehren und mit dem weitermachen, an dem anscheinend schon vor 4 Jahren dachte: Die Zukunft.

Der Post ging noch weiter:

Man muss diese 10 Monate im Nachhinein doch eher wie einen Urlaub ansehen. Eine Auszeit von allem was hier geschieht, denn sonst kommt man glaube nie wirklich wieder zu Hause- man will dann nämlich einfach immer nur weg, dort zurück, wo es keine Sorgen gab.

Urlaub war es diesmal nicht- jedenfalls nicht von Montag bis Freitag. Es war auch keine Auszeit- zu mindestens nicht wie damals. Es war Teil meiner Zukunft- ca. Schritt 14.

Mit diesem Praktikum habe ich nun mein 2. Studienjahr abgeschlossen und auch darauf bin ich sehr stolz sowie dankbar für jegliche Personen, die mir diese Gelegenheit gegeben haben!
Zum Einen konnte ich so meine damaligen Erfahrungen nun noch weiter bereichern und zum Anderen natürlich auch meine ingenieurtechnischen Kenntnisse vertiefen.

Nun bleibt abzuwarten, wie es mit der Zukunft aussieht. Eine Art Plan bis nächstes Jahr September – also Schritte 15 – 16 – steht jedenfalls schon mal.

Tobias Hänsel
Meine Name ist Tobias Hänsel und ich studiere Maschinenbau an der Dualen Hochschule in Friedrichshafen am Bodensee. Geboren und aufgewachsen in Berlin verschlägt es mich immer öfter raus aus der Hauptstadt um immer ein bisschen mehr von unserer schönen Welt zu sehen!

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